Nach einem Unfall mit dem E-Auto: Neue Leitlinie soll Kosten senken
Nach einem Unfall sind Elektroautos oft nicht mehr fahrbereit. Das Abschleppen oder Bergen kann dann sehr teuer werden – häufig teurer als eigentlich nötig. Der Grund: Bisher gab es keine einheitlichen Regeln, wie mit verunfallten E-Autos umzugehen ist. Jede Feuerwehr und jeder Abschleppdienst handhabte dies anders. Diese Unsicherheit führte zu übervorsichtigen Maßnahmen, hohen Zusatzkosten und letztlich steigenden Versicherungsbeiträgen für alle.
Ein besonderes Thema ist dabei die Batterie. Die Sorge vor einem möglichen Batteriebrand sorgt oft für lange Standzeiten, spezielle Transporte oder sogenannte Quarantänelösungen – selbst dann, wenn keine akute Gefahr besteht.
Genau hier setzt nun eine neue Handlungsempfehlung zum Bergen, Abschleppen und Transportieren von verunfallten Elektrofahrzeugen an. Sie wurde gemeinsam von vielen Stellen erarbeitet, unter anderem von Verbänden der Automobil- und Versicherungswirtschaft, Berufsgenossenschaften, Feuerwehrschulen und dem ADAC.
Die wichtigste Aussage dieser Empfehlung lautet:
Elektroautos sollen nach einem Unfall grundsätzlich genauso behandelt werden wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, sofern keine schweren Schäden an der Batterie erkennbar sind.
Außerdem wird empfohlen, unnötig lange Quarantänezeiten zu vermeiden. Stattdessen soll die Batterie fachgerecht überwacht werden – insbesondere ihre Temperatur. So lassen sich Risiken realistisch einschätzen, ohne automatisch teure Vorsichtsmaßnahmen einzuleiten.
Das Ziel: mehr Klarheit, weniger Unsicherheit und niedrigere Kosten – wovon am Ende auch die Versicherten profitieren.
Bei Fragen stehen die Experten von Private Advice Versicherugsmakler gerne zur Verfügung.
