App als Ersatz für die elektronische Gesundheitskarte

30.07.2017

Für privat Krankenversicherte wird sich in Zukunft wohl einiges ändern. Die Änderungen, von denen in diesem Beitrag die Rede ist, betreffen dabei keinerlei Versicherungsleistungen, sondern sind eher von „technischer“ Natur und betreffen die elektronische Gesundheitskarte.

Das Ende der elektronischen Gesundheitskarte

Zukünftig soll die elektronische Gesundheitskarte von Privatversicherten von einer modernen App ersetzt werden. Grund dafür ist, dass die privaten Krankenversicherer das heutige Konzept der Datenspeicherung der Versicherten, welches vor rund 14 Jahren im Jahr 2013, beschlossen wurde für veraltet und überhaupt nicht mehr zeitgemäß befinden. Nach diesem Konzept werden die Daten der Versicherten zu denen natürlich die Identität, aber zukünftig auch viele andere Daten wie beispielsweise ärztliche Verordnungen, Medikamentenunverträglichkeiten, Leistungen, die erhalten wurden, ganze Patientenakten oder auch Arztbriefe von der elektronischen Gesundheitskarte aufgenommen. Betrachtet man diesen Speicherungsprozess genauer, stellt man jedoch fest, dass die Informationen gar nicht auf den Karten selbst, sondern auf zentralen Servern gespeichert sind. Die elektronische Gesundheitskarte stellt dann lediglich die Berechtigung zum Abfragen betreffender Informationen dar.

Eine App als Ersatz für die elektronische Gesundheitskarte?

Diese App, die Uwe Laue, der PKV-Verbandspräsident als „moderne Alternative zur Gesundheitskarte“ bezeichnete, soll größten Teils dieselben Informationen beinhalten, wie die noch heute noch verwendete Versichertenkarte. Zusätzlich zu den oben bereits genannten Daten und Informationen aber auch noch Informationen über den Impfstatus und Impfpass, wie auch Notfalldaten.

Zum Thema neuer App, ließ Laue auch noch verlauten, dass er einen „kreativen Wettbewerb“ der verschiedenen App-Entwickler und App-Anbieter erwartet. Hieraus erhofft er sich die Entwicklung einer „Fülle individueller Servicefunktionen“. Private Patienten dürfen also auf jeden Fall gespannt sein, was für Änderungen sie hinsichtlich der „Gesundheitskarten-App“ erwartet.

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