Ein gesunder Lifestyle zahlt sich aus

20.08.2016

Rabatte für sportliche Versicherungsnehmer

Immer mehr Versicherungen bieten Ihren Kunden Rabatte, beziehungsweise Vergünstigungen für einen gesunden Lifestyle an. Eine kurze Übersicht, sowie unsere Kommentierung folgt:

Der Fitnesstarif von Generali

„Vitality“

Als Kunde von Generali werden Sie zukünftig für eine gesunde Ernährung und Sport belohnt. Diese Belohnung erfolgt in Form von Rabatten, die jedoch nicht gänzlich unumstritten sind. Generali nennt seinen neuen Fitnesstarif „Vitality“, was Lebensfreude bedeutet. Versicherungsnehmer können das neue Programm ab dem 01. Juli dieses Jahres in Verbindung mit einer Berufsunfähigkeits– oder Risikolebensversicherung abschließen.

Zurzeit stehen zudem Überlegungen von Generali im Raum einen mit „Vitality“ vergleichbaren Tarif im Rahmen einer privaten Krankenversicherung anzubieten.

„Vitality“ sichert Versicherten, die regelmäßig zu Vorsorgeterminen beim Arzt gehen, sich sportlich betätigen, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten und nicht rauchen Vorteile. Ein fitter „Vitality-Versicherter“ zahle im Vergleich bis zu 40 Prozent weniger für seine Police als ein anderer Versicherungsnehmer. Zusätzlich gibt es zahlreiche Rabatte bei Kooperationspartnern von „Vitality“. Zu solchen bekannten Partnern zählen unter anderem die Fitnesskette Fitness First, Weight-Watchers, die Linda-Apotheken und nicht zu vergessen der Sportartikelhersteller Adidas.

Wearables

Um zu erfahren, wie genau sich die Kunden sportlich betätigen und somit fit halten, setzt Generali auf die Verwendung von sogenannten Wearables. Als Wearables werden im allgemeinen Sprachgebrauch vor allem kleine Computer mit Funktion im Lifestyle-, Gesundheits- oder Fitness-Bereich bezeichnet. Fitness-Armbänder sind hierfür ein sehr gutes Beispiel. Diese werden wie normale Armbänder am Handgelenk getragen und informieren den Träger über wichtige gesundheitliche Parameter. Der Träger wird so über zurückgelegte Kilometer, verbrannte Kalorien und vieles mehr informiert.

Diese von den Wearables gesammelten und gespeicherten Vitalitäts- und Bewegungsdaten werden bei „Vitality“ nach Einwilligung des Kunden an eine Cloud übermittelt. Diese Cloud stammt von einem Tochterunternehmen von Generali mit Sitz in Aachen, welches erst neu gegründet worden ist. Durch diese „Umleitung“ soll dafür gesorgt werden, dass der Mutterkonzern selbst nicht auf die Kundendaten zugreifen kann. Generali erfahre somit nur in welchem Gesundheitsstatus die Kunden anzusiedeln sind und keine genauen Informationen über die gesammelten Fitnessdaten. Außerdem sei es laut einem Sprecher des Unternehmens auch durchaus möglich ohne Wearables am Fitnessprogramm teilzunehmen, zum Beispiel allein durch einen gesunden Lifestyle.

Giovanni Liverani, der Vorstandschef von Generali beteuerte bei der Vorstellung des neuen Programms, dass die Entscheidung über die Nutzung von Wearables ganz alleine bei den Versicherungsnehmern liege. Entscheide man sich gegen Wearables, könne man auch problemlos durch gesunde und ausgewogene Ernährung (wie auch immer der Nachweis dazu erbracht werden muss), regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Gesundheitschecks und durch Nichtrauchen punkten und somit Rabatte erhalten. Ziel des Fitnessprogrammes sei eine erfolgreiche Veränderung des Verhaltens hinsichtlich eines gesunden Lifestyles. Es gehe nicht darum Kunden zu benachteiligen, allein die Motivation stehe im Vordergrund.

Datenschutz / Kalkulation

Insbesondere Verbraucherschützer stehen solchen Fitnesstarifen kritisch gegenüber. Sie befürchten, dass es zu gläsernen Versicherungskunden kommt. Dass die Daten von einer direkte Tochter und nicht durch ein „neutrales Unternehmen“ gesammelt werden – sehen wir zudem bedenklich. Auch die Information der Generali, für die anderen Versicherungsnehmer werde es nicht teurer – halten wir für einen Marketing-Gag. In der Kalkulation wird sicherlich das „durchschnittliche“ Risiko gepreist – und wenn ich den einen einen Abschlag für gesunde Lebensweise einräume, muss ich dies bei den anderen in Form einer höheren Grundprämie draufschlagen. Dass die Generali als „Wohltäter“ für die Volksgesundheit auftritt, halten wir doch für bedenklich – insbesondere wenn man sich die letzten Umstrukturierungen innerhalb des Konzerns anschaut – hier gibt es sicherlich aktuell nicht zu verschenken – so unsere Meinung.

Konzepte anderer Versicherer

Allianz

Die Allianz als größter Versicherungskonzern hat nicht vor ein ähnliches Programm wie das „Vitality-Programm“ Ihren Kunden anzubieten. Allerdings gibt es die Möglichkeit für Sportler einen Sportbaustein zusätzlich zur normalen Krankenversicherung abzuschließen. Dieser Sportbaustein bietet gegen einen Aufpreis viele Zusatzleistungen. Hierzu zählen Laktattests, ein größeres Behandlungsspektrum nach Sportverletzungen, EkGs und vieles mehr.

Ergo

Die Ergo, wie auch die Tochter die Krankenversicherung DKV, äußern sich eher skeptisch gegenüber Fitnessprogrammen. Sie sehen in dem Einsatz von Wearables eine Chance für den Einzelnen seinen individuellen Lebensstil zu verbessern, jedoch nicht eine Grundlage für die Entwicklung neuer Versicherungstarife. Doch auch bei der DKV lohnt sich ein gesunder Lifestyle. Die DKV bietet Ihren Kunden nämlich eine Aktiv-Prämie mit der Sie für ein gesundes Verhalten belohnt werden. Hierzu zählt dann auch der Kauf eines Fitnesstrackers. Dieser wird von der Versicherung mit 50 Euro bezuschusst. Der Unterschied zu dem Gebrauch von Wearables im Rahmen von „Vitality“ liegt aber darin, dass die Daten nur dem Versicherten selbst dienen und nicht der DKV übermittelt werden.

Gesetzliche Krankenkassen

Auch als Versicherter bei einer gesetzlichen Kasse erlangt die eigene Fitness und eine gesunde Lebensführung immer mehr an Bedeutung. Seit nun mehr 12 Jahren ist es den Kassen erlaubt Prämienprogramme anzubieten. Die Kassen können so durch materielle Anreize Ihre Kunden motivieren einen gesunden und sportlichen Lebensstil zu führen. Diese Prämien beeinflussen jedoch nicht den Beitragssatz. Dieser bleibt bei allen Versicherten gleich.

Durch solche Bonusprogramme werden Versicherungskunden belohnt, die sich sportlich betätigen und diese Betätigung auch nachweisen, bei Kursen mitwirken welche sich mit gesunder Ernährung und Entspannungsmethoden beschäftigen und natürlich regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen zum Arzt gehen.

Als Prämie stehen Geld, Sachprämien oder auch gesundheitsbezogene Angebote zurAuswahl.  So bezuschussen viele Kassen Gesundheitskurse, homöopathische Arzneimittel, wie auch Zahnschutzschienen. Auch der Kauf von Wearables und E-Health-Angebote wird von einigen Kassen unterstützt.

Abschließend gilt es also festzuhalten, dass ein gesunder Lifestyle von vielen Versicherern belohnt wird. Diese Belohnung, wie auch das Konzept, das dahinter steht ist jedoch je nach Versicherungsunternehmen sehr unterschiedlich. Sie sollten sich folglich als Kunde genau erkundigen welches Programm am besten zu Ihnen passt und sich gut beraten lassen.

Bei weiteren Fragen stehen Ihnen die Versicherungsexperten von Private Advice gerne zur Verfügung!

 

 

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